24. April: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche Wien, April 2010
Der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche wird seit 1979 begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.
Die Zahl der in Österreich durchgeführten Tierversuche ist erschreckender Weise im Steigen begriffen. Waren es im Jahr 2007 noch insgesamt 197.867 Tiere, an denen qualvolle Tests und Versuche durchgeführt wurden so stieg diese Zahl im Jahr 2008 um 11 Prozent auf 220.456 leidende Tiere.
Die verschiedensten Tierarten werden für Tierversuche eingesetzt. An oberster Stelle stehen nach wie vor Mäuse, es folgen Kaninchen und Ratten, aber auch Esel, Hunde, Vögel, Amphibien und Fische müssen für oft sinnloses Sterben herhalten. Eingriffe an Wirbellosen gelten überhaupt nicht als Tierversuche, so werden diese nicht einmal statistisch erfasst. „Einzig erfreulich ist", so der Wiener Tierschutzombudsmann Hermann Gsandtner, „dass keine weiteren Versuche an Affen zu verzeichnen sind".
Die Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche" setzt sich seit 1979 unter dem Motto:„Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!" für eine tierversuchsfreie Medizin ein, bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten im Vordergrund stehen. Nach Ansicht der Ärztevereinigung ist es dringend geboten, endlich dem rein Profit orientierten tierexperimentellen System das Verbot auszusprechen und eine gute und ethische Wissenschaft ohne Tierversuche zu etablieren. Solange jedoch am Tier geforscht wird, würden nicht nur Tiere qualvoll und unnütz sterben, sondern Menschen weiterhin Opfer von schweren oder tödlichen Nebenwirkungen von aufgrund von Tierversuchen für sicher gehaltene Arzneien sein.
Doch die Versuchstiere leiden nicht nur für die medizinische Forschung, sondern auch für die Weltraumfahrt, militärische Zwecke oder etwa die Ernährungs- und Umweltforschung. „Sogar für das Antifaltenmittel „Botox" sterben Mäuse einen tagelangen Erstickungstod, und das, obwohl das Europäische Arzneibuch Alternativen erlauben würde," so die Tierschutzombudsstelle und weiter: "Hier ist die größtmögliche Transparenz und umfassende Information unserer Konsumentinnen und Konsumenten ein Gebot der Stunde!"
„In unseren zahlreichen Telefonaten mit Bürgerinnen und Bürgern erfahren wir immer wieder, dass sie bestimmte Produkte gar nicht gekauft hätten, wenn sie gewusst hätten, dass damit Tierversuche verbunden waren," summiert die Tierschutzombudsstelle Wien die Situation.
Die Tierschutzombudsstelle empfiehlt daher, explizit tierversuchsfreie Produkte zu verlangen. „Mit dem europaweiten Verbot von Tierversuchen an Kosmetika und deren Inhaltsstoffen wurde hier einen Meilenstein gelegt. In anderen Bereichen ist Prävention gefragt. Eine gesunde Lebensführung beugt Zivilisationskrankheiten und damit der Suche nach immer neuen Medikamenten vor."
24. April: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche Wien, April 2010
Der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche wird seit 1979 begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.
Die Zahl der in Österreich durchgeführten Tierversuche ist erschreckender Weise im Steigen begriffen. Waren es im Jahr 2007 noch insgesamt 197.867 Tiere, an denen qualvolle Tests und Versuche durchgeführt wurden so stieg diese Zahl im Jahr 2008 um 11 Prozent auf 220.456 leidende Tiere.
Die verschiedensten Tierarten werden für Tierversuche eingesetzt. An oberster Stelle stehen nach wie vor Mäuse, es folgen Kaninchen und Ratten, aber auch Esel, Hunde, Vögel, Amphibien und Fische müssen für oft sinnloses Sterben herhalten. Eingriffe an Wirbellosen gelten überhaupt nicht als Tierversuche, so werden diese nicht einmal statistisch erfasst. „Einzig erfreulich ist", so der Wiener Tierschutzombudsmann Hermann Gsandtner, „dass keine weiteren Versuche an Affen zu verzeichnen sind".
Die Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche" setzt sich seit 1979 unter dem Motto:„Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!" für eine tierversuchsfreie Medizin ein, bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten im Vordergrund stehen. Nach Ansicht der Ärztevereinigung ist es dringend geboten, endlich dem rein Profit orientierten tierexperimentellen System das Verbot auszusprechen und eine gute und ethische Wissenschaft ohne Tierversuche zu etablieren. Solange jedoch am Tier geforscht wird, würden nicht nur Tiere qualvoll und unnütz sterben, sondern Menschen weiterhin Opfer von schweren oder tödlichen Nebenwirkungen von aufgrund von Tierversuchen für sicher gehaltene Arzneien sein.
Doch die Versuchstiere leiden nicht nur für die medizinische Forschung, sondern auch für die Weltraumfahrt, militärische Zwecke oder etwa die Ernährungs- und Umweltforschung. „Sogar für das Antifaltenmittel „Botox" sterben Mäuse einen tagelangen Erstickungstod, und das, obwohl das Europäische Arzneibuch Alternativen erlauben würde," so die Tierschutzombudsstelle und weiter: "Hier ist die größtmögliche Transparenz und umfassende Information unserer Konsumentinnen und Konsumenten ein Gebot der Stunde!"
„In unseren zahlreichen Telefonaten mit Bürgerinnen und Bürgern erfahren wir immer wieder, dass sie bestimmte Produkte gar nicht gekauft hätten, wenn sie gewusst hätten, dass damit Tierversuche verbunden waren," summiert die Tierschutzombudsstelle Wien die Situation.
Die Tierschutzombudsstelle empfiehlt daher, explizit tierversuchsfreie Produkte zu verlangen. „Mit dem europaweiten Verbot von Tierversuchen an Kosmetika und deren Inhaltsstoffen wurde hier einen Meilenstein gelegt. In anderen Bereichen ist Prävention gefragt. Eine gesunde Lebensführung beugt Zivilisationskrankheiten und damit der Suche nach immer neuen Medikamenten vor."