|
Der Biber hat den Donaukanal nun auch zwischen Spittelau und der Nussdorfer Schleuse zu seinem Lebensraum erkoren. Am linken Ufer des Donaukanals, auf Höhe des Amtshauses Muthgasse, zeigen die Nagespuren an den Bäumen eindrucksvoll die Lebensweise dieser faszinierenden Tiere. Der Biber war einst vom Menschen heftig bejagt worden, sodass er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in fast ganz Mitteleuropa als ausgerottet galt. In Österreich wurden die letzten Biber 1863 in den Donauauen und 1869 an der Salzach erlegt. Mehr als 100 Jahre galt der Biber als ausgestorben, bevor man zwischen 1977 und 1983 eine Wiederansiedlung unter Otto König in der Lobau begann. Seither hat sich der Bestand gut entwickelt, der Biber beginnt wieder sich geeignete Lebensräume zu erobern, wobei er auch große Strecken naturferner Fließgewässer durchwandert. Die Tierschutzombudsstelle setzt sich dafür ein, dass der Biber in Wien wieder zum festen Bestandteil der heimischen Fauna wird.
|