Resümee 2017 – Danke an alle PartnerInnen

Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, unsere Arbeit der letzten 12 Monate zu reflektieren.

Das Team der Wiener Tierschutzombudsstelle sagt Danke!Das Team der Wiener Tierschutzombudsstelle sagt Danke!

Tagtäglich setzen wir uns im Rahmen unserer Parteistellung für die Rechte der Tiere ein – dabei reicht die Palette von der Auseinandersetzung mit Strafverfahren (Tierquälerei, Vernachlässigung von Tieren, etc) über die Mitwirkung bei Bewilligungsverfahren (Tier-Auftritte in Theater/Film/Zirkus, bei Veranstaltungen, etc) bis zur Involvierung bei der Errichtung von Hundefreilaufbereichen. Dabei gelang es bei den meisten Strafverfahren (soweit nicht ohnehin von der Behörde vorgesehen), den Ausspruch einer angemessenen Geldstrafe zu bewirken bzw. im Rahmen von Bewilligungsverfahren das Unterbleiben beeinträchtigender oder die Würde der Tiere verletzender Aktivitäten zu erreichen.

Zusätzlich wickeln wir verschiedene Projekte (z.B. Tierschutz-Bücherbox) und Programme (z.B. Wiener Hundeführschein) ab, die einem besseren Verständnis der Bedürfnisse der Tiere dienen sollen. Auch hier konnten wir Umfang und/oder Qualität verbessern.

Besonders erfreulich ist für uns, wenn unsere Initativen "Früchte" tragen: dazu gehört die Etablierung von Instrumenten, die dazu beitragen sollen, den rechtlichen Tierschutz auf einen Standard zu heben, der hohen ethischen Ansprüchen gerecht wird (Tier&Recht-Datenbank und Tier&Recht-Tag). Ganz neu in diesem Zusammenhang ist die juristische Fachzeitschrift „Tierschutz in Recht und Praxis“ (TiRuP), die seit November 2017 erscheint. Neben Beiträgen zum Tierschutzrecht und der Besprechung wichtiger gerichtlicher Entscheidungen aus diesem Bereich enthält die TiRuP auch Beiträge zum interdisziplinären Tierschutz (Ethik, Veterinärmedizin, Nutztierwissenschaften, Verhaltensbiologie etc). Sie wird in Kooperation mit MitarbeiterInnen der Universitäten Linz und Salzburg herausgegeben.

Auch haben wir 2017 die Initiative „Guter Geschmack – Gutes Gewissen“ (ein Kooperationsprojekt mit der Wiener Umweltschutzabteilung, das auf verbesserten Tier- und Umweltschutz in der Lebensmittelproduktion abzielt) erfolgreich fortgesetzt, sowie erstmalig ein Tierschutz-Stipendium vergeben. Wiener Tierschutzanliegen verstärkt nach Europa zu tragen, ist ein immer wichtiger werdender Schwerpunkt der Tierschutzombudsstelle, der die bisherigen Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen sowie die Initiierung neuer normativer Regelungen ergänzt.

Wir möchten allen PartnerInnen, die unsere Arbeit unterstützen, sowie allen, die mit uns formell und informell vernetzt sind, herzlich danken. Besonders bei komplexen Themenstellungen, wie dem illegalen Welpenhandel, können Erfolge nur durch enge Kooperation aller Zuständigen erreicht werden.

Auch wenn unsere Vorschläge, Anregungen und Positionen nicht immer auf uneingeschränkte Zustimmung stoßen (wie z.B. das „Nein zum Verkauf von Hunden und Katzen in Zoofachhandlungen“), so sehen wir auch, dass sich unsere Anstrengungen lohnen. So ist es 2017 z.B. gelungen, ein österreichweites Verbot der sogenannten „Kettenwürger“ zu erwirken. Wir hoffen, dass 2018 viele andere unserer Forderungen (Forderungskatalog an die neue Bundesregierung) aufgegriffen und umgesetzt werden!

Die Wiener Tierschutzombudsfrau und ihr Team

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