Tier & Recht-Datenbank

Mit Hilfe dieser Datenbank können Entscheidungen von Verwaltungsbehörden und Gerichten aus dem Bereich des Tierschutzrechts aufgerufen werden. Die Suche kann sowohl mit Hilfe von Schlagwörtern als auch zu konkreten Themengebieten erfolgen. Zu jeder Entscheidung findet sich eine leicht verständliche Zusammenfassung sowie ein Link, unter dem die vollständige Entscheidung aufgerufen werden kann.

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Haftung für Hundebiss hängt von konkretem Einzelfall ab

Die Tierhalterhaftung darf nicht überspannt werden. Ob der Tierhalter die objektiv gebotene und zumutbare Sorgfalt eingehalten hat, ist stets anhand der konkreten Umstände des Einzelfalls zu beurteilen. Zivilrecht: Heimtiere | 24.05.2018, Oberster GerichtshofMehr Informationen >

Tierhalter hat Behandlungskosten für entlaufene Katze zu tragen

Während der Unterbringung von entlaufenen Tieren tragen das Tierheim und die zuständige Behörde die mit der Tierhaltung verbundenen Pflichten. Die eigentlichen Tierhalter sind nicht nur zum Ersatz der Kosten für Transport und Unterbringung verpflichtet, sondern haben auch die Kosten für erforderliche tierärztliche Behandlungen zu ersetzen. Öffentliches Recht: Heimtiere, Kosten | 18.05.2018, VerwaltungsgerichtshofMehr Informationen >

Private Hühnerhaltung im Wohngebiet unzulässig

Hühner werden nicht typischerweise als Haustiere gehalten und von der Wohnbevölkerung auch nicht üblicherweise Hühnerställe errichtet. Aus diesem Grund ist nach Ansicht des Verwaltungsgerichtshofs auch die Haltung von lediglich drei Hühnern mit der Widmungskategorie „Wohngebiet“ unvereinbar. Öffentliches Recht: Nutztiere | 24.04.2018, VerwaltungsgerichtshofMehr Informationen >

Kein Schadenersatz wegen freilaufendem Hund im freien Gelände

Unfälle im freien Gelände durch freilaufende, gutmütige Hunde führen nicht automatisch zu einer Schadenersatzpflicht von Hundehaltern. Es ist anhand des konkreten Einzelfalls zu beurteilen, ob besondere Gefahrenmomente vorlagen und der Tierhalter seine Sorgfaltspflichten verletzt hat. Zivilrecht: Heimtiere | 20.02.2018, Oberster GerichtshofMehr Informationen >

Aggressivität und Bissigkeit kein vernünftiger Grund für Einschläferung eines Hundes

Das aggressive Verhalten eines Hundes ist kein vernünftiger Grund, der dessen Tötung rechtfertigen würde. Es ist jedenfalls die Ursache der Aggressivität abzuklären, um diese - wenn möglich - zu therapieren oder ansonsten eine Abgabe des Hundes anzudenken. Öffentliches Recht: Heimtiere | 29.11.2017, Landesverwaltungsgericht NiederösterreichMehr Informationen >

Hundepension und Hundetrainingsplatz unterliegen Genehmigungspflicht nach Gewerbeordnung

Hunde sind keine land- und forstwirtschaftlichen Nutztiere im Sinne der Gewerbeordnung. Eine Ausnahme von der Gewerbeordnung für eine Hundepension und einen Hundetrainingsplatz kommt daher nicht in Betracht. Öffentliches Recht: Heimtiere | 21.11.2017, VerwaltungsgerichtshofMehr Informationen >

Hundetrainer wegen Tierquälerei bestraft

Durch das Verwenden einer Würgeleine und anderer Methoden, die auf positiven Strafreizen basieren, wurden einer Hündin durch einen Hundetrainer Schmerzen und Leiden zugefügt und somit der Tatbestand der Tierquälerei nach dem Tierschutzgesetz erfüllt. Öffentliches Recht: Tierquälerei, Heimtiere | 07.11.2017, Landesverwaltungsgericht NiederösterreichMehr Informationen >

Pflicht zur Unterlassung einer die Nachbarn beeinträchtigenden Geflügelhaltung

Nach Ansicht des OGH besteht die Pflicht zur Unterlassung einer die Nachbarn beeinträchtigenden Geflügelhaltung, wenn durch rechtskonforme Maßnahmen eine Verhinderung der Lärm- und Geruchsimmissionen nicht möglich ist. Zivilrecht: Nutztiere | 25.10.2017, Oberster GerichtshofMehr Informationen >

Umfang der tierärztlichen Aufklärungspflicht nicht weiter als im Bereich der Humanmedizin

Nach Ansicht des OGH hängt der Umfang der veterinärmedizinischen Aufklärungspflicht vom konkreten Einzelfall ab. Für Tierärzte gelte aber grundsätzlich kein strengerer Maßstab als im Bereich der Humanmedizin. Eine Aufklärung über denkbare aber äußerst seltene Behandlungsfolgen sei nicht erforderlich. Zivilrecht: Nutztiere | 24.10.2017, Oberster GerichtshofMehr Informationen >

Jagdfreistellung aus ethischen Gründen nur bei gleichzeitiger Umzäunung des Grundstücks zulässig (NÖ JagdG)

Nach Ansicht des Verfassungsgerichtshofs stellen die Bestimmungen des Niederösterreichischen Jagdgesetzes keine Grundrechtsverstöße dar, wenn sie eine grundsätzliche Zwangsbejagung vorsehen und für die Ruhendstellung der Jagd eine Umzäunung der betreffenden Grundstücke vorausgesetzt ist. Dies gilt auch, wenn die Ruhendstellung der Jagd aus ethischen Gründen erfolgt. Öffentliches Recht: Jagd | 10.10.2017, VerfassungsgerichtshofMehr Informationen >

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