Tierleid in Kuchen, Keksen und Co.

Quelle: birgitH / pixelio.deQuelle: birgitH / pixelio.de

Häufig essen Menschen Käfigeier, ohne dies zu wissen: Es sind Eier, die wir nicht sehen, weil sie in Kuchen, Keksen und Co. verarbeitet sind. Für diese „versteckten” Eier leiden immer noch unzählige Legehennen im Käfig! Auch wenn die Mehrheit der KonsumentInnen Käfigeier längst ablehnt und diese Haltungsform der Hennen in Österreich verboten ist, wird dies von vielen Unternehmen ignoriert, indem sie für die Herstellung ihrer Produkte Käfigeier aus dem Ausland verwenden.


Dennoch haben KonsumentInnen ein Recht darauf, zu wissen, woher die Eier kommen. Die Wiener Tierschutzombudsstelle, Vier Pfoten und viele andere NGOs fordern daher eine lückenlose, verpflichtende Kennzeichnung, wie sie bereits für Schaleneier gilt.

Tipp der Tierschutzombudsstelle Wien

Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln kann ein Blick auf die Zutatenliste eine Orientierungshilfe sein. Hier werden Hühnereier und Produkte daraus (Eiöl, Eiprotein, Flüssigeiweiß, Gefrierei, Trockenei, Trockeneiweiß, Trockeneigelb, etc.) als Zutat aufgelistet. Unternehmen mit ethischem Anspruch führen die Haltungsform der Legehennen an. Fehlt diese Information, können Käfigeier(bestandteile)  enthalten sein.

Seit Januar 2012 sind in der EU zwar nur mehr sogenannte “ausgestaltete Käfige” zugelassen, doch auch sie lassen einer Legehenne viel zu wenig Platz: gerade einmal 750 Quadratzentimeter, vorher waren es 550 Quadratzentimeter. Ob ausgestaltet oder konventionell: Ein Ausleben der natürlichen Verhaltensweisen ist in den engen Käfigen nahezu unmöglich.

Testergebnisse von Greenpeace

Greenpeace hat zehn Produkte mit Ei - darunter Nudeln, Kekse, Krapfen und Mayonnaise - ausgewählten und abgefragt, ob die Eier aus Boden- oder Freilandhaltung stammen, Käfighaltung also ausgeschlossen werden kann. Lob gibt es dabei für fast alle Eigenmarken der Supermärkte. Kritisiert wird, dass es sowohl bei den Eigenmarken als auch bei den Markenartikeln der Lebensmittelindustrie an Informationen auf den Verpackungen mangelt.  Denn nur durch entsprechend gekennzeichnete Produkte  können KonsumentInnen den Einsatz von Käfigeiern in Fertigprodukten ausschließen. 

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