Neue Broschüre „So finden Sie die richtigen HundetrainerInnen“

'Ich will mich beim Training wohl fühlen!' (Foto: Martina Koppensteiner)"Ich will mich beim Training wohl fühlen!" (Foto: Martina Koppensteiner)

Nein zu Gewalt beim Hundetraining!

Bei der Suche nach dem richtigen Hundetraining sind verschiedene Faktoren von besonderer Bedeutung. Moderne Hundeerziehung zielt auf Wohlfühlen, Spaß und Belohnung beim Training ab. Es ist wichtig, erwünschtes Verhalten zu belohnen anstatt mögliches Problemverhalten zu bestrafen. So lernen Hunde, was sie tun sollen und bieten das gewünschte Benehmen öfter an, weil es sich für sie auch lohnt. Dieser freundliche und vertrauensvolle Umgang sollte auch in einem seriösen Hundetraining vermittelt werden. Die nun vorliegende neue Broschüre „So finden Sie die richtigen HundetrainerInnen“ informiert, was bei der Trainingsauswahl besonders wichtig ist. Sie ist ein Kooperationsprojekt der Tierschutzombudsstelle Wien mit der Vereinigung Österreichischer HundeverhaltensTrainerInnen, MEGAZOO und VIER PFOTEN und kann hier heruntergeladen werden. Außerdem liegt sie ab sofort in den Megazoo- Märkten in Wien-Stadlau und Brunn am Gebirge auf.

Worauf sollte man bei der Suche nach dem richtigen Hundetraining achten?

Der erste Eindruck

Die Website oder das Infomaterial einer Hundeschule stellen Ihnen erste Informationen zur Verfügung. Verschiedene Punkte verraten Ihnen, ob hier seriös und modern mit Ihnen und Ihrem Vierbeiner gearbeitet wird.

Die Arbeitsweise sollte offen dargestellt werden und Ausbildung, Qualifikationen und Weiterbildung der Trainer oder Trainerinnen klar nachvollziehbar sein. Leistungen und Preise sollten transparent und klar definiert sein. Auch ein Impressum und/oder eine eindeutige Vereinszugehörigkeit sollten auf der Homepage vorhanden sein.

Keine falschen Versprechungen!

Wesentlich ist, dass keine unrealistischen Erfolgsversprechen gemacht werden. Eine nachhaltige Verhaltensmodifikation braucht Zeit und Übung! Wird in kürzester Zeit in jedem Fall ein braver und folgsamer Hund versprochen, sollten Sie die Trainingsmethoden und das Angebot genau hinterfragen.

Achtung: Diagnostiziert der Trainer oder die Trainerin schon nach kurzer Zeit eine unbehandelbare Verhaltensstörung, sollten Sie unbedingt eine zweite Meinung einholen!

Kennenlernen

Verlassen Sie sich nicht alleine auf den ersten Eindruck einer Broschüre oder Website. Besuchen Sie angebotene Schnupperstunden oder machen Sie einfach einmal ein Kennenlernen aus, um zu besprechen, wie ein Training ausschauen könnte. Schließlich sollte die Chemie passen!

Flexible Trainingsmöglichkeiten

Jeder Hund ist anders! Es sollte daher die Möglichkeit bestehen, das Training den jeweiligen Bedürfnissen und Charaktereigenschaften anzupassen.

Auch ob eine Einzelstunde oder ein Gruppenkurs für Sie und Ihren Hund besser ist, sollte nach den individuellen Bedürfnissen entschieden werden. Solche Fragen können oft im Zuge eines Beratungsgesprächs geklärt werden.

Der Trainer oder die Trainerin sollte immer situationsangepasst reagieren und nicht auf bestimmte Techniken oder Hilfsmittel beharren. Auch sollte auf Ihre Wünsche und Anliegen eingegangen werden.

Kommunikation

Es sollte im Zuge des Trainings ein respektvoller und gewaltfreier Umgang mit dem Hund und dem Halter oder der Halterin herrschen.

Jeder Trainingsansatz und seine Hintergründe sollten schlüssig begründet werden. Dazu sollte auch das Verhalten des Hundes und die Gründe dafür erklärt werden.

Fühlen Sie sich mit einer Methode nicht wohl oder im Training überfordert, sollten Sie diesen Umstand auch offen ansprechen können. Allgemeine Aussagen wie „Das muss man so machen.“, „Da muss Ihr Hund jetzt durch.“, oder „Das muss er aushalten.“ sollten Sie keinesfalls akzeptieren und einfach so hinnehmen. Pauschale Aussagen, wie „Der Hund ist dominant.“, „Sie müssen der Alpha sein.“, „Der Hund gehört im Rudel untergeordnet.“ sollten nicht zum Wortschatz des Trainers oder der Trainerin gehören.

Stellen Sie vor Trainingsbeginn folgende Fragen:

  • Was passiert, wenn mein Hund etwas richtig macht?
  • Was passiert, wenn mein Hund etwas falsch macht?

Denken Sie über die Antworten nach, die Sie erhalten und stellen Sie sich selbst folgende Fragen, bevor Sie sich für einen Trainingsansatz entscheiden:

  • Hätten Sie so Freude am Lernen?
  • Würden Sie so Ihrem Partner vertrauen?
  • Würden Sie selbst so behandelt werden wollen?

Wenn Sie oder Ihr Hund sich mit einem Trainingsansatz unwohl fühlen:

  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und tun Sie nichts, nur „weil es die Trainerin bzw. der Trainer gesagt hat“.
  • Unterbrechen Sie das Training.
  • Scheuen Sie sich nicht, nach anderen Möglichkeiten zu fragen.
  • Sie dürfen das Training jederzeit auch ganz abbrechen, denn das Wohlbefinden Ihres Hundes geht vor!
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