Winter in Wien: Auf zwei Beinen und vier Pfoten sicher unterwegs
13.01.2026 | Winterliche Spaziergänge: Mit Hund sicher durch Frost und trübe Tage. Ob bei eisigem Wind, Schneefall oder Minusgraden – regelmäßige Gassirunden gehören auch in der kalten Jahreszeit zum Alltag der Wiener Hundebesitzer*innen.
© iStock"Der Winter bietet für Mensch und Hund besondere Naturerlebnisse – vorausgesetzt, die Ausflüge werden verantwortungsvoll gestaltet. Angepasste Bewegung, die richtige Ausrüstung und Rücksicht auf die Bedürfnisse des Hundes sorgen dafür, dass Spaziergänge auch bei Kälte sicher, gesund und für alle Beteiligten ein Genuss bleiben."
Eva Persy, Wiener Tierschutzombudsfrau
Die abwechslungsreichen Wiener Stadtwanderwege laden zu Spaziergängen durch die schönsten Ecken der Hauptstadt ein. Auf vierzehn Routen, die zwischen vier und dreiundzwanzig Kilometer lang, gut beschildert und mit den Öffis erreichbar sind, kann Wien auch bei frostigen Bedingungen zu Fuß und mit Hund erkundet werden. Da es derzeit oft trüb und teils winterlich ist, empfiehlt sich passende winterliche Ausrüstung für Zwei- und Vierbeiner.
Wer bei Schneefall dem braunen Stadtmatsch entgehen möchte, muss nur ein kleines Stück auswärts in den Wienerwald auf die große Tiefauwiese im Schwarzenbergpark fahren. In der Hundefreilaufzone dort dürfen schneeverliebte Hundenasen ganz ohne Leine im glitzernden Weiß spielen. Ansonsten gilt bei allen Ausflügen in Wien natürlich: Leinen- beziehungsweise Maulkorbpflicht beachten.
Das sollten Sie im Winter (nicht) mit Ihrem Hund tun
- Warm-Up: Hunde profitieren davon, sich vor dem Freilauf aufzuwärmen. Das kann durch einen Spaziergang an der Leine passieren oder indem man die Bein- und Rumpf-Muskulatur des Hundes vor dem Hinausgehen aktiv warm rubbelt.
- Beschäftigung: Leckerlisuche auf Sträuchern ist – besonders bei Schneelage – eine schöne Abwechslung für den Hund. Einfach die Snacks auf Strauchästchen oder in die Baumrinde stecken und dem Vierbeiner ein spannendes Sucherlebnis gönnen. Bitte keine Leckerlis im Schnee suchen lassen! Dies kann zu schlimmen Erkältungen der oberen Atemwege führen und reizt bei empfindlichen Vierbeinern den Magen.
- Energiehaushalt: Denken Sie daran, dass Ihr Hund bei eisigen Temperaturen einen größeren Energieaufwand hat, um seine biologische Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Passen Sie daher den Spaziergang entsprechend an die Fitness Ihres Hundes an.
- Bitte nicht! Wildes Spiel auf vereisten Wegen oder gefrorenen Böden ist gefährlich für Hunde und kann zu Gelenksverletzungen, Sehnenzerrungen oder schlimmstenfalls sogar -rissen führen.
Bei allen Spaziergängen gilt: Die Ausstattung muss der Jahreszeit und den Bedürfnissen des Hundes angepasst sein. Bei kühlen Temperaturen ist ein gut sitzender, funktionaler Mantel für alte, sehr kleine oder kranke Tiere sowie für Hunderassen, die über keine Unterwolle verfügen, notwendig. Reine Mode-Accessoires, die keinen Nutzen haben und die Bewegungsfreiheit des Hundes einschränken sind fürs Tier unnötig und unangenehm.
Liegen draußen Schnee oder Eis ist für alle Vierbeiner die Pfotenpflege wichtig: Vor dem Spaziergang sollten die Pfoten mit einer schützenden Fettcreme eingecremt und nach der Rückkehr mit lauwarmen Wasser gereinigt und von Steinchen befreit werden. Unverzichtbar in der dunklen Jahreszeit sind für Hund und Frauli oder Herrli Reflektoren auf Geschirr, Halsband oder Mantel, um sicher gesehen zu werden. Bitte keine blinkenden Lichter am Hund anbringen - diese irritieren ihn nur.

Achtung vor Natureisflächen:
Zugefrorene Teiche, Seen oder Wasserflächen sind derzeit nicht freigegeben und stellen eine große Gefahr für Mensch und Hund dar. Bitte betreten Sie keine Natureisflächen und lassen Sie Hunde dort keinesfalls frei laufen – das Eis kann ungleichmäßig tragfähig sein und jederzeit brechen.