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Mäusegerste - klingt niedlich, aber wo liegt der Haken?

07.07.2021 | Ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft ist für Mensch und Tier eine wohltuende Aktivität. Am Land oder in der Stadt - die Tiere benötigen auf jeden Fall ihren täglichen Auslauf. Das die idyllische Umgebung jedoch auch eine kleine Tücke birgt ahnen die wenigsten. Wie die Mäusegerste unseren Hunden zum Verhängnis werden kann wird in diesem Artikel nun genauer erörtert. Natürlich bieten wir auch Tipps zur Vorbeugung.


Seit einigen Jahren ist eine Ausbreitung von Mäusegerste in Wien zu beobachten. 

Dieses zu den Süßgräsern gehörende Getreide ist zwar optisch recht ansprechend, kann unseren Heimtieren aber leider große Probleme bereiten.

Diese Gerstenart ist niederwüchsig und überragt somit eine Höhe von 40 cm meist nicht. Sie besitzt lange Grannen welche bei den Tieren zu Problemen führen können. Diese Grannen haben feine Widerhaken welche in dem Fell der Hunde oder Katzen hängen bleiben wenn sie diese Pflanzen streifen. Werden diese Widerhaken nicht gleich bemerkt, können sich diese im Laufe der Zeit sogar in die Haut bohren. Diese Pflanzenteile können daher Rötungen, Schwellungen bis hin zu schweren Entzündungen auslösen. In manchen Fällen müssen abgebrochene Grannen sogar operativ entfernt werden.

Was kann Frauchen und Herrchen also tun um den Schützling(en) das Leid zu ersparen? 

Augen auf beim Spaziergang. Beobachten Sie ein wenig die Umgebung. Die Grannen verhaken sich leider gerne beim Schnüffeln an der Schnauze, den Ohren oder den Pfoten. 

Halten Sie die empfindlichen Stellen frei von Haaren. Somit können sich die Grannen der Mäusegerste nicht so leicht verhaken und sie können schneller und besser erkannt werden.

Um unseren Tieren Probleme und vor allem Schmerzen zu ersparen, empfiehlt die Tierschutzombudsstelle Wien, auf jeden Fall nach jedem Spaziergang bzw. Freigang, das Fell, die Pfotenzwischenräume, die Ohren und die Augen besonders gut nach diesen Grannen und anderen Pflanzenteilen abzusuchen und diese zu entfernen. Im Bedarfsfall kann und muss dazu tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

 

Ab und zu können sich Grannen dennoch unbemerkt den Weg in den Körper des Tieres bahnen. Das löst natürlich ein Unbehagen aus und der Körper wehrt sich dagegen. Anhand untenstehender Symptome können sie erkennen, ob sich eine Granne in ihren Schützling verirrt hat. 

Symptome

  • Lahmsein, lähmungsartige Zustände aufgrund starker Schmerzen
  • Schwellungen 
  • außerordentliches Kratzen oder Lecken 
  • geschwollene Augen bis hin zu Augenausfluss
  • Übelkeit, Unwohlsein
  • Kopfschütteln oder das Schiefhalten des Kopfes
  • exzessives Niesen

Sollte Ihr Liebling eines dieser Symptome aufweisen, suchen Sie auf jeden Fall den Tierarzt auf.

 

 

Bleiben Sie up to date!

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