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Scottish Fold-Katzen sind Qualzucht

Bildquelle: pexels.com
Bildquelle: pexels.com

Scottish Fold, auch Faltohrkatzen genannt, sind ganz einfach zu erkennen: Sie haben schon als Welpen noch vorne gekippte Ohren. Das Merkmal „gefaltete Ohren" wird ab der 3. Lebenswoche sichtbar, und der Grad der Faltung lässt sich ab der 6. Woche ermessen. Die Kippohren sind ein Zeichen dafür, was sich im ganzen Körper des Kätzchens abspielt. Es hat eine schmerzhafte und unheilbare Erbkrankheit, die zur Zerstörung des körpereigenen Knorpelgewebes führt.

Knorpel überziehen die Knochen an allen Gelenken, um die Reibung bei Bewegung zu minimieren. Ist der Knorpel geschädigt, kommt es vor allem im Bereich der Beine und der Wirbelsäule zu sehr schmerzhaften Gelenksveränderungen und Lahmheit. Die Erkrankung beginnt bereits im Welpenalter, auch wenn die Symptome zunächst nicht so deutlich sind. Die Tiere bewegen sich weniger als gesunde Artgenossen, sie vermeiden hohe Sprünge und werden im Laufe der Zeit aufgrund der Schmerzen bei Berührungen, auch wenn es sich um zärtliches Streicheln handelt, aggressiver. Es kommt zu Gelenksschwellungen, verdickten und missgestalteten Gliedmaßen, abnormer Körperhaltung und Gangart. Teure Tierarztbesuche und Schmerztherapien werden notwendig, manche Tiere müssen bereits im Alter von zwei Jahren eingeschläfert werden, weil die Qualen einfach zu groß werden.

Es ist wichtig, zu erkennen, dass die Kipp- bzw. Faltohren nicht süß und eh ganz normal sind, sondern deformierte und verkrüppelte Ohrmuscheln, bei denen es sich um ein leicht erkennbares Symptom der unheilbaren (Erb-) Krankheit Osteochondrodysplasie (OCD) handelt, die der Katze später im Leben viele Schmerzen bereiten wird.

Jede Faltohrkatze ist krank

Jede Faltohrkatze hat OCD. Die abgeknickten Ohrmuscheln sprechen für sich. Wann die weiteren Symptome der Erkrankung in Erscheinung treten, ist bei jeder Katze unterschiedlich. Von skrupellosen oder auch unwissenden ZüchterInnen wird oft behauptet, dass die Erkrankung nur bei Tieren auftritt, wenn sowohl Vater als auch Mutter Faltohren haben. Daher findet man häufig Mischlinge von Faltohrkatzen z.B. mit Britisch Kurzhaar zum Verkauf. Die hätten diese Probleme nicht, wird behauptet. Doch das ist inzwischen durch wissenschaftliche Literatur, Gentests und Fallanalysen widerlegt.

Die Erkrankung wurde seit den 1960er-Jahren intensiv erforscht. Die Genlokalisation ist bekannt (Punkt-mutation Gen TRPV4), der Erbgang ist bekannt (autosomal-dominant), die Schlussfolgerung eindeutig: Betroffen von dieser Erkrankung sind nicht nur homozygote Tiere (beide Elterntiere sind Merkmalsträger) sondern auch heterozygote Tiere (nur ein Elternteil ist Merkmalsträger)! Es kann lediglich der Ausprägungsgrad unterschiedlich sein und die Symptome bei heterozygoten Tieren können später in Erscheinung treten.

Zucht und Handel in Österreich verboten

Das österreichische Tierschutzgesetz verbietet es, Qualzüchtungen vorzunehmen oder Tiere mit Qualzuchtmerkmalen zu importieren, zu erwerben, zu vermitteln, weiterzugeben oder auszustellen. Wer gegen diese Bestimmung verstößt, riskiert eine hohe Geldstrafe. Dass dies keine leere Drohung ist, musste kürzlich ein Anbieter aus Wien erfahren, der Scottish Fold-Katzen zum Kauf angeboten hatte und nach einer Meldung der Tierschutzombudsstelle von der Behörde überprüft wurde. Die Folge: 5.000 Euro Strafe wegen Tierquälerei.

Bitte unterstützen Sie nicht das Geschäft mit dem Leid dieser Tiere!
Kaufen Sie keine Faltohrkatze!

 

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