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Gefärbte Taube als Touristenattraktion für Selfies angeboten

© VIER PFOTEN|Privat
© VIER PFOTEN|Privat

Für viel Aufsehen hatte diese Geschichte in den vergangenen Tagen gesorgt: Eine Frau hatte im Schönbrunner Schlosspark Touristen gegen Geld Fotos mit gefärbten Tauben angeboten. Dank der vielen Medienberichte und der zahlreichen Hinweise engagierter Tierfreundinnen und Tierfreunde konnte die Frau nun von der Polizei gestellt werden. Drei Tauben wurden abgenommen und in Sicherheit gebracht. Die Frau wurde angezeigt.

Die rechtliche Situation ist in diesem Fall eindeutig: Laut § 7 Abs. 6 Bundestierschutzgesetz ist das aus ästhetischen oder kommerziellen Gründen vorgenommene Tätowieren oder Verfärben von Haut, Federkleid oder Fell verboten, sofern es sich nicht um eine Maßnahme zur fachgerechten Tierkennzeichnung handelt. Die Chemie in den Farben stellt eine Gefahr für die Vögel dar und kann zu Augen- und Hautreizungen führen. Zudem muss das Tier nicht nur beim Färbevorgang selbst großem Stress ausgesetzt gewesen sein, sondern auch bei den anschließenden Foto-Sessions: Tauben sind nicht handzahm. Ein Weiterreichen von Hand zu Hand versetzt sie in schwere Angst, die Tiere erstarren - und werden so als hilflose Foto-Attraktion missbraucht.  

Was Sie tun können

Wir danken allen engagierten Menschen, die mit ihren Meldungen und Hinweisen zum Aufenthaltsort der Frau dafür gesorgt haben, dass diese überführt werden konnte!

 

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