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Die wahren Fashion Victims

02.03.2020 | Taschen, Schuhe oder Gürtel aus Krokodil- oder Schlangenleder finden sich in den Kollektionen vieler Luxuslabels. 6,3 Millionen ganze Häute und mehr als vier Millionen Hautstücke geschützter Schlangen-, Krokodil-, Waran- und anderer Echsenarten wurden zwischen 2008 und 2017 in die Europäische Union importiert. Der Folder "Fashion Victims - exclusive by Nature", den wir gemeinsam mit Stadt Wien - Umweltschutz und der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildife erstellt haben, zeigt das Ausmaß dieses grausamen Geschäfts auf.

Krokodile auf einer Zuchtfarm - ©k - stock.adobe.com
Krokodile auf einer Zuchtfarm - ©k - stock.adobe.com

Luxusartikel bringen Geld. Allein mit asiatischen Pythons setzt der Handel laut Pro Wildlife jährlich geschätzte 1 Milliarde US-Dollar um. Bei den Tieren für die Produktion von Reptilleder handelt es sich häufig um Wildfänge aus der Natur: Nahezu alle Waran-, Teju- (eine Echsenart aus Lateinamerika), Kobra- und Alligatorenhäute stammen von wildgefangenen Tieren - obwohl diese Tiere durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschützt sind und somit nur begrenzt gehandelt werden dürfen.

Dubiose Herkunft

Viele Modelabels geben an, ihr exotisches Leder aus Zuchtfarmen zu beziehen. Teilweise existieren
diese jedoch gar nicht, und die Tiere wurden in Wirklichkeit in der Wildnis gefangen. Ausgewachsene Wildfänge sind leider billiger und schneller erhältlich als Nachzuchten. Die Folgen dieses Massenfangs sind für das ökologische Gleichgewicht fatal, da sie die natürlichen Bestände bedrohen: Wo die
Schlange als natürlicher Fressfeind fehlt, vermehren sich Ratten unkontrolliert.

Quälerei bei vollem Bewusstsein

Nicht nur aus Arten-, sondern auch aus Tierschutzgründen ist die Gewinnung dieser exotischen Lederarten absolut abzulehnen: Die Tiere sind sowohl bei der Zucht als auch beim Fang in der Wildnis sowie besonders bei der Häutung unvorstellbarem Leid ausgesetzt. So werden Schlangen am Kopf aufgehängt, und mit einem Schlauch wird literweise Wasser in ihre Körper gefüllt, um die pralle Haut besser abziehen zu können. Die Tiere ertrinken dabei erbärmlich.

Was Sie tun können

  • Kaufen Sie keine Produkte mit Reptilleder!

  • Informieren Sie Ihre FreundInnen und Verwandten über den grausamen Handel mit Reptilleder und teilen Sie unsere Information auf Social Media

  • Machen Sie VerkäuferInnen und TrägerInnen von Reptillederprodukten höflich und sachlich auf die Tier- und Artenschutzproblematik aufmerksam

 

 

 

Bleiben Sie up to date!

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