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Tierhospiz für Hunde

Quelle: Ursula Aigner
Quelle: Ursula Aigner

In Plank am Kamp gibt es etwas Besonderes: ein Tierhospiz für Hunde

Wenn ältere Tiere ihren (Haus)Halt verlieren (z.B. Tierhalter/Tierhalterin stirbt oder möchte sich nicht mehr um das pflegebedürftige Tier kümmern) ist das besonders schlimm. Gerade diese Tiere brauchen individuelle Zuwendung und soziale Nähe.

Hier setzt der Tierhospiz-Gedanke von "Tier-Reich" an. Das Team rund um Sabine Neumann will diesen Hunden für ihren Lebensabend ein wirkliches Daheim geben, ihnen Liebe und Fürsorge zukommen lassen. Wichtigstes Kriterium dafür ist die qualitativ hochwertige Betreuung, daher können aus Platzgründen immer nur vereinzelt Tiere aufgenommen werden.


Wir haben Frau Neumann gebeten, ihre Arbeit genauer zu beschreiben. Sie definiert Hospizarbeit folgendermaßen:

Alte, kranke Hunde brauchen sehr viel Zuwendung und individuelle Betreuung. Körperliche Gebrechen und Behinderungen verlangen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Kreativität in der täglichen Betreuung, Fachkompetenz und Hingebungsbereitschaft. Es darf keine Berührungsängste bei Wunden, Ausscheidungen, Pflegemaßnahmen jeglicher Art geben. Zu allen Pflegemaßnahmen muss man rund um die Uhr bereit sein.

Es liegt auf der Hand, dass alte kranke Hunde Medikamente und regelmäßige Tierarztversorgung, aufwändige Behandlungen und oftmals auch Operationen brauchen. Auch hochwertiges Spezialfutter, Futterzusätze etc. kosten viel Geld. Geld, das oftmals nicht durch externe SpenderInnen (z.B. über Mitgliedschaften) aufgebracht werden kann, sondern aus privaten Mittel des Hospizbetreibers stammen muss. Im Sinne der Verantwortung für die anvertrauten Hunde muss man vor Inbetriebnahme des Hospiz kalkulieren, ob man sich das dauerhaft leisten kann und möchte.

Sehr gutes kynologisches Fachwissen insbesondere über Ausdrucksverhalten, Schmerzäußerungen, Sozialverhalten, Ernährung etc. und Grundkenntnisse über tiermedizinische Belange sind nötig, um die Hunde richtig zu beurteilen und einschätzen zu können, inwieweit sie sich wohlfühlen, Lebensqualität haben. Ständige Weiterbildung sichert auf dem aktuellen Wissensstand zu sein.

Wer sich mit der Idee trägt, ein Tierhospiz zu betreiben, muss auch dazu bereit sein, loszulassen, wenn es an der Zeit ist. Man muss lernen, mit dem Tod umzugehen ohne abzustumpfen aber gleichzeitig ohne auszubrennen. Verantwortungsvolle Hospizarbeit beinhaltet auch, die Aufnahme weiterer Tiere abzulehnen, wenn man ihnen und ihren Bedürfnissen nicht mehr gerechtwerden kann. Auch das bedeutet eine erhebliche emotionale Belastung. Im Betreuerteam ist es erforderlich, gemeinsam Trauerarbeit zu leisten, einander gegenseitig zu unterstützen und über das Erlebte zu sprechen.

Gegenüber den anvertrauten Hunden, gegenüber den dort arbeitenden Menschen (angestellt oder ehrenamtlich), gegenüber den verbleibenden Hunden, für die der Umgang mit alten kranken Artgenossen oftmals ebenfalls belastend ist. Es bedeutet die Verantwortung, Optionen zu haben, falls etwas nicht wie geplant funktioniert. Das Konzept ist so auszulegen, dass in jedem Fall der Fortbestand des Projektes gesichert ist – personell, finanziell, räumlich, medizinisch und betreuungstechnisch, wenn nötig mit sehr hohem persönlichem Einsatz.

Die Betreuung muss zuverlässig, vorhersehbar und planbar sein. Das ist mit Ehrenamtlichen allein nicht zu bewerkstelligen.

Ein hochkompetenter, engagierter Tierarzt, dem man umfassend vertrauen kann. Zuverlässige Mitstreiter im Verein etc. als Hospizbetreiber, ein verständnisvoller Lebenspartner und Ehrenamtliche, die zu ihrem Wort stehen sind die Basis dafür, dass das Projekt funktionieren kann.

 

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