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Bürohund: Kollege auf vier Pfoten

23.06.2025 | Was Hundehalter*innen längst wissen, ist durch zahlreiche Studien belegt worden: Hunde im Büro wirken sich positiv auf das Arbeitsklima aus. Die bloße Anwesenheit eines Vierbeiners kann Stress reduzieren, die Stimmung heben und die Produktivität steigern. Am internationalen Bürohundetag wird jedes Jahr auf die Vorteile von Vierbeinern am Arbeitsplatz hingewiesen. Damit das Zusammenarbeiten mit dem „tierischen Kollegen“ für alle angenehm bleibt, gibt es aber einige Regeln zu beachten.

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Bürohund will gelernt sein

Ob Einzelbüro oder Großraumbüro – für Hunde bringt jeder Arbeitsplatz eigene Herausforderungen mit sich. Grundsätzlich sollte der Hund ruhig und freundlich sein. Doch ein langer Bürotag kann nicht nur langweilig für den Vierbeiner werden, sondern – bei Großraumbüros oder Tätigkeiten, die viel Kund*innenverkehr beinhalten – auch in Stress ausarten. Das Mitgehen ins Büro sollte daher in kleinen Dosen geübt werden. Hilfreich dabei sind Rituale: ein fixer, gemütlicher Platz, an dem der Hund sich gerne aufhält und seinen Wassernapf findet, eventuell auch Kauartikel (die bitte nicht zu schweren Geruchsbelästigungen für andere Mitarbeiter*innen führen sollten) und ein ausgedehnter Entspannungsspaziergang in der Mittagspause.

Sicherheit geht vor

Selbstverständlich dürfen nur gesunde und vor allem auch sozial verträgliche Hunde ins Büro mitgenommen werden. Für Hunde, die unsicher in Gegenwart fremder Menschen sind, ist das Büro ein stressiger Ort. Und ganz egal, wie gut die Absprachen und Regeln im Vorfeld getroffen wurden - auch menschliche Mitarbeiter*innen haben oft Schwierigkeiten, genügend Abstand zum Vierbeiner einzuhalten, selbst wenn dieser vielleicht nicht gerne angesprochen oder gestreichelt werden möchte. Unangenehme Situationen sind dann vorprogrammiert.

Auch ein gewisser Grundgehorsam sollte Voraussetzung sein, wenn der Hund ins Büro mitgenommen wird. Er sollte keine Mitarbeiter*innen (geschweige denn Kund*innen) anspringen und Sicherheit in Signalen wie zum Beispiel „Geh auf deine Decke“ haben.

Regeln

Sowohl für den Hund, als auch für die anderen Mitarbeiter*innen müssen bereits im Vorfeld ein paar bürospezifische Fragen geklärt und Spielregeln aufgestellt werden.

  • Gibt es jemanden, der sich vor dem Hund fürchtet oder eine Tierhaarallergie hat?
  • Darf der Hund von Kolleg*innen gestreichelt oder gefüttert werden?
  • Darf der Hund sich (und wenn ja, wann) im Büro frei bewegen? Welche Bereiche darf der Hund gar nicht betreten?
  • Der Hund sollte stets beaufsichtigt werden. Wer ist für den Hund verantwortlich, wenn der Halter*die Halterin zu einem Termin muss, einen medizinischen Notfall hat, ein Feueralarm ausbricht oder ähnliches?

Kommunikation

Ein Hund im Büro funktioniert nur dann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Deshalb: im Vorfeld das Gespräch suchen und gemeinsam Vereinbarungen treffen, die für alle tragbar sind.

Wenn Rücksicht, Respekt und gute Vorbereitung zusammenkommen, steht einem harmonischen Büroalltag mit Vierbeiner nichts mehr im Wege.

 

 

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