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"Schutzhunde": Prüfungsordnung mit Gewalt- und Dominanzszenarien

14.12.2023 | Seit sich Tierschutz-Minister Johannes Rauch für ein Verbot des privaten Beiß- und Angriffstrainings bei Hunden ausgesprochen hat, machen der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) und einschlägige Trainingsverbände mit teils untergriffigen Methoden gegen den Vorstoß mobil. Eine breite Allianz aus etablierten österreichischen Tierschutz-Einrichtungen unterstützt dagegen Rauchs Initiative und drängt erneut auf ein rasches Verbot. Die Tierschützer*innen weisen dabei auf die teilweise verstörende Prüfungsordnung des Gebrauchshundesports hin: Beim problematischen Teil, dem Schutzdienst, wird mit nachgestellten Kampfhandlungen zwischen Mensch und Hund und demnach mit Gewalt- und Dominanzszenarien gearbeitet.


So schreibt beispielsweise die Aufgabenstellung "Abwehr eines Angriffes aus der Bewachungsphase", bei dem der Helfer einen Angriff auf den Hund nachstellen soll, vor: "Dieser (der Hund, Anm.) muss sich ohne Einwirkung des Hundeführers durch energisches und kräftiges Zufassen verteidigen. Der Hund ist durch Schlagandrohung und Bedrängen durch den Helfer zu belasten." Der Helfer hat hierbei den Softstock "mit drohenden Bewegungen oberhalb des Hundes einzusetzen, ohne den Hund zu schlagen". Im gleichen Augenblick muss er den Hund "frontal angreifen".

Bringt der Hund während der Prüfung nicht die erforderte Leistung, so ist explizit die "Disqualifikation wegen Ungehorsam" die Folge. Das ist etwa der Fall, wenn der Hund "den Helfer an anderen Körperstellen als an dem dafür vorgesehenen Schutzarm" fasst. Oder beispielsweise, wenn "der Hund nach drittem Hörzeichen (…) nicht oder nur durch tätige Einwirkung des Hundeführers" ablässt. Es stellt sich die Frage, was mit jenen Tieren passiert, die nicht "nur" in den Schutzarm greifen oder andere Personen anfallen.

Für die Tierschutz-Allianz steht fest: Solche Gewalt- und Dominanzszenarien haben nichts in Hundetrainings verloren. Sie bedeuten nicht nur extremen Stress für das Tier, sondern auch eine Gefährdung für die Öffentlichkeit. Denn es besteht ausreichend Grund zur Annahme, dass die Aggressivität und damit die Gefährlichkeit von Hunden durch ein Beiß- und Angriffstraining, das auf den Menschen gerichtet ist, jedenfalls vorübergehend erhöht wird. Ein Hund kann einen Trigger außerhalb des Übungsplatzes verwechseln, wodurch es dann zu Beißunfällen kommen kann.

Mit einer solchen Ausbildung kann man einen Hund zur Waffe machen, so das Argument der Tierschützer*innen. Kleinste Fehler im Training können ebenfalls gravierende Auswirkungen auf das Verhalten des Hundes haben.

"Es gibt für Privatpersonen heutzutage wahrlich bessere Methoden, die Wesensfestigkeit und den Gehorsam eines Hundes zu testen, als ihm beizubringen, auf Kommando anzubellen, anzugreifen und zuzubeißen. Solch risikobehaftete Methoden dürfen in der Hand von Privatpersonen keinen Platz mehr finden."
Tierschutz-Allianz gegen Beiß- und Angriffstraining

 

 

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