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Qualzuchtmerkmale: Hautfalten und Haarlosigkeit

06.11.2020 | Die Haut ist das größte Organ des Körpers und umgibt diesen als schützende Hülle vor äußeren Einflüssen. Doch gezielte Züchtungen sorgen dafür, dass dieses so wichtige Organ krank wird. Die häufigsten auftretenden Hautprobleme entstehen im Zusammenhang mit der übermäßigen Faltenbildung bei verschiedenen Hunderassen.


Betroffen davon sind sowohl Rassen mit den Merkmalen des Brachycephalen Syndroms als auch einige der chondrodystophen (kurz- bzw. krummbeinigen) Typen. Auch Hunde mit Hautfalten, die so vom Rassestandard vorgesehen sind, oder Rassen mit dem Defekt des akromegalen Riesenwuchs, bei denen vor allem die Kopfhaut, häufig aber auch die Haut an den Beinen, überdimensioniert ist, leiden unter Gesichtsfalten und Hängelefzen.

Nährboden für Keime und Pilze

Zwischen diesen Falten ist es nicht nur sehr warm, es entsteht zusätzlich auch bei jeder Bewegung des Hundes Reibung. Diese kleinen Hautreizungen sowie die feuchte Wärme bieten den perfekten Nährboden für Keime und Pilze, die schmerzhafte und geruchintensive Entzündungen auslösen.

HalterInnen solcher Hunde müssen daher die Falten ihrer Hunde stets pflegen - sei es, um die Tränenkanäle offen zu halten, wenn die Flüssigkeit sich an den übermäßigen Nasenfalten staut, oder um entzündlichen Hautveränderungen vorzubeugen.

Besonders bei Rassen mit extremem Hautfaltenwachstum darf nicht außer Acht gelassen werden, dass diese Hunde ihr Leben lang um ein vielfaches mehr "Gewicht" zu tragen haben, als Hunde mit elastisch gespannter Haut.

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Fehlender Schutzmantel

Haarlosen Hunden ergeht es nicht besser. Diese exotischen Nackthunde haben große Probleme mit der Temperaturregulation, da ihnen jegliches Haarkleid (das beim Hund natürlich die Wirkung von Dämmmaterial erfüllt) fehlt. Diese Hunde leiden unter großer Hitze ebenso stark wie unter Kälte und müssen im Sommer vor Sonnenbrand, im Winter vor Unterkühlung geschützt werden. Da die Haut über keinerlei Eigenschutz verfügt, bilden sich oft unschöne Schuppen oder Eiterpickel. Haarlosigkeit wird aber leider auch mit anderen Merkmalen in Verbindung gebracht.

Nackthunde haben häufig ein unvollständiges oder sogar völlig fehlendes Gebiss, was oft zum gern belächelten Heraushängen der Zunge an einer Seite des Mauls und entsprechend erhöhtem Speichelfluss führt.

Das "Nackt"-Gen, das angeborene Haarlosigkeit verursacht, hat zudem in homozygoter Form Letalwirkung für einige Nackthunderassen. In der Praxis bedeutet das, dass die Verpaarung zweier haarloser Varianten dazu führen kann, dass ein kompletter Wurf totgeboren wird.

Haarlosigkeit als Nebenwirkung

Im Gegensatz zu dieser züchterisch gewollten Haarlosigkeit tritt beim unachtsamen Umgang mit der Zucht "besonderer" Farbschläge auch immer wieder höchst unerwünschte Haarlosigkeit auf. Es handelt sich dabei um kahle, sich ausbreitende Stellen an der Brust, hinter den Ohren, an den Hinterbeinen oder der Rute des Hundes. Diese Veränderungen nennt man im Überbegriff follikuläre Dysplasie. Diese unschönen, kahlen Stellen treten ohne Juckreiz auf, sie weisen aber auf ein zugrundeliegendes Problem des Haarwachstums hin. Dadurch ist die Abwehrfunktion der Haut gestört und es kommt in Folge kleiner Mikroverletzungen (zum Beispiel beim Vorbeilaufen an Ästchen oder dem einfach Spiel mit anderen Hunden) zu sekundären bakteriellen Entzündungen.

Die Therapie dieser ungewollten Haarlosigkeit ist sehr schwierig und muss in den meisten Fällen lebenslang erfolgen. Welche Probleme diese außergewöhnlich gefärbten Hunde aufgrund ihrer speziellen Farben außerdem haben, erfahren Sie in unserem nächsten Artikel.

Aus Tierschutzsicht ist die Zucht mit betroffenen Tieren grundsätzlich abzulehnen.

 

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