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Auf weitere fünf Jahre als Tierschutzombudsfrau

Die alte neue Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy mit Magistratsdirektor Erich Hechtner. Foto: PID/Houdek
Die alte neue Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy mit Magistratsdirektor Erich Hechtner. Foto: PID/Houdek

Seit fünf Jahren setzt sie sich mit Herz und Hartnäckigkeit für das Wohl der Tiere ein - und darf dies nun eine weitere Funktionsperiode lang tun: Tierschutzombudsfrau Eva Persy ist im Jänner 2020 von Magistratsdirektor Erich Hechtner das Dekret mit ihrer Wiederbestellung durch die Wiener Landesregierung überreicht worden. Tierschutz-Stadträtin Ulli Sima gratuliert herzlich: „Eva Persy leistet hervorragende Arbeit für den Tierschutz. Ich freue mich sehr, dass wir unsere gute Zusammenarbeit im Sinne der Tiere in unserer Stadt fortsetzen können.“

Die Tierschutzombudsstelle Wien wurde 2005 auf Grundlage des Bundestierschutzgesetzes gegründet und setzt sich für ein harmonisches und respektvolles Miteinander von Mensch und Tier in der Großstadt ein. Eva Persy ist nach Hermann Gsandtner, den sie 2015 ablöste, die zweite Tierschutzombudsperson in der Geschichte Wiens.

Anwältin der Tiere

Getreu dem Leitsatz „Wir geben Tieren Recht“ ist die Tierschutzombudsstelle jedes Jahr in Hunderte Straf- und Bewilligungsverfahren eingebunden, in denen sie als Anwältin der Tiere die Interessen des Tierschutzes vertritt. Zudem arbeitet die Tierschutzombudsfrau als Mitglied des Tierschutzrates im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz aktiv an gesetzlichen Verbesserungen auf Bundesebene mit. Auf Persys Initiative hin konnten so u.a. die österreichweiten Verbote von Wildtierbörsen und von so genannten Kettenwürgern für Hunde umgesetzt werden.

Besonders am Herzen liegt Eva Persy die Arbeit an der Basis, der direkte Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. „Es besteht noch immer viel Aufklärungsbedarf über die Bedürfnisse von Tieren – sowohl von privat gehaltenen Heimtieren als auch von landwirtschaftlich genutzten Tieren. Letztere leben zwar in geringer Anzahl in Wien, werden dafür aber umso mehr konsumiert.“ Mit einem umfassenden Informationsangebot, das stetig erweitert wird, will die Tierschutzombudsfrau Bewusstsein schaffen und Tierleid präventiv verhindern.

Als Meilenstein bezeichnet Persy die Erarbeitung des Sachkunde-Portals und -Kursangebots für Neu-HundehalterInnen, das im Juli 2019 an den Start gegangen ist. Auch konnte im vergangenen Jahr ein neuer Tierschutzlehrpfad am Landgut Wien Cobenzl installiert werden. „Wir freuen uns sehr, dass wir zu beiden Projekte heuer eigene Veranstaltungen für Volksschulkinder anbieten werden, die über EULE, das Umweltbildungsprogramm der Stadt Wien, zugänglich sind“, so Persy. 

Schwerpunkt Landwirtschaft

In ihrer zweiten Funktionsperiode will Persy neben dem kontinuierlichen Einsatz für Wiens Heimtiere einen Arbeitsschwerpunkt auf die Verbesserung der Tierhaltung in der Landwirtschaft legen. „Wiener KonsumentInnen fordern immer stärker, dass das unnötige Leid der landwirtschaftlichen Tiere aufhören muss. Schweine, die ohne Betäubung kastriert werden, oder Kühe, die immer noch ihr ganzes Leben lang an kurzer Kette im Stall angebunden werden, sind einfach nicht mehr zeitgemäß“, so Persy. Mit Aufklärung wie Einkaufsratgebern zu tierischen Produkten sowie gemeinsamen Initiativen mit anderen Stakeholdern möchte Persy Bewegung in Markt und Politik bringen. „Meine Vision ist, einen respektvollen Umgang mit Tieren in die Köpfe und Herzen der Menschen zu bringen. JedeR von uns kann Tiere schützen – das fängt schon bei den täglichen Konsumentscheidungen an“, so die Tierschutzombudsfrau.

Zur Person

Eva Persy arbeitet seit dem Jahr 2000 bei der Stadt Wien. Die BOKU- und WU-Absolventin war bereits in den Jahren 2005 bis 2008 als stellvertretende Tierschutzombudsperson tätig, bevor sie 2015 das erste Mal zur Wiener Tierschutzombudsfrau bestellt wurde.

 

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